Antisemitismusprävention an Schulen
Workshops für Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen
Aktuell sind noch freie Workshoptermine im Projekt „Mosaik Jüdisches Leben“ für Schulen in Brandenburg verfügbar.
Mosaik Jüdischen Lebens

Mit dem Projekt „Mosaik Jüdisches Leben“ wird Jugendlichen ab der 10. Klasse die Möglichkeit gegeben, sich sowohl mit Antisemitismus und seinen Folgen auseinanderzusetzen als auch das jüdische Leben in Brandenburg kennenzulernen und dessen Vielfalt zu entdecken. Ziel des Projekts ist es, jüdisches Leben und Kultur sichtbar zu machen, Vorurteile abzubauen und Verständnis zu fördern.
An einem ca. fünfstündigen Projekttag lernen die Teilnehmenden in interaktiven Methoden Grundlagen jüdischer Geschichte, Kultur und Religion sowie die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland und Brandenburg kennen. In Kleingruppen setzen sie sich mit verschiedenen Erscheinungsformen des Antisemitismus als Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auseinander und erarbeiten Handlungsmöglichkeiten für konkrete Fallbeispiele.
Abschluss und Höhepunkt des Projekttages bildet ein Gespräch mit einer Vertreterin oder einem Vertreter der jüdischen Gemeinschaft. Dieser Dialog eröffnet den Jugendlichen wertvolle Einblicke in die Vielfalt jüdischen Lebens, den Alltag junger Jüdinnen und Juden sowie deren Perspektiven auf die Bedrohungen durch Antisemitismus.
Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 10. Jahrgangsstufe aus Oberschulen und beruflichen Schulen, Gesamtschulen und Gymnasien in Brandenburg.
Für das Kalenderjahr 2026 sind noch Workshoptermine verfügbar. Schulen und Lehrkräfte können ihr Interesse an einer Teilnahme im bekunden und sollten für die Umsetzung einen Projekttag einplanen. Für Anmeldungen bitten wir freundlich darum, dieses Formular zu nutzen. Ansprechpartnerin ist Katharin Fißmer (Stellv. Leiterin der Abt. Kultur & Gesellschaft), telefonisch zu erreichen unter 030 88412 206 oder per Email unter katharina.fissmer@deutsche-gesellschaft-ev.de
Erkennen, Verstehen, Handeln: Schulwochen gegen Antisemitismus

Das Projekt „Erkennen, Verstehen, Handeln“ ermöglicht Schülerinnen und Schülern eine vertiefte Auseinandersetzung mit Antisemitismus, jüdischem Leben und jüdischer Kultur.
Die fünftägige Schulwoche bietet hier ausreichend Zeit, Wissen schrittweise aufzubauen, gemeinsam zu reflektieren und sich differenziert mit dem komplexen Thema auseinanderzusetzen. Ziel ist es, mehr gegenseitiges Verständnis aufzubauen und Antisemitismus entgegenzuwirken.
Am ersten und zweiten Tag beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit der historischen Entwicklung des Antisemitismus und seinen Erscheinungsformen in der Gegenwart. Am dritten und vierten Tag lernen die Teilnehmenden die Vielfalt jüdischen Lebens und jüdischer Kultur kennen oder setzen sich alternativ mit israelbezogenem Antisemitismus auseinander.Am fünften Tag teilen die Schülerinnen und Schüler ihre Erkenntnisse im Rahmen eines Aktionstags mit der Schulgemeinschaft und setzen damit eigene Impulse gegen Antisemitismus.
Zielgruppe: Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab der 9. Klasse.
Aufbauend auf den Schulwochen finden ab September zehn digitale Lehrkräftefortbildungen statt. Im Mittelpunkt stehen die inhaltliche Auseinandersetzung mit Antisemitismus sowie das Kennenlernen bewährter Methoden aus den Schulwochen. Die Fortbildungen bieten Raum für fachliche Vertiefung, methodische Anregungen und den Austausch zur pädagogischen Praxis. Sobald die Termine feststehen, werden sie an dieser Stelle bekanntgegeben.
Leider sind bereits alle Termine für Schulwochen vergeben.
Schalom Deutschland – Jüdisches Leben heute
In den vergangenen Jahren, insbeso
ndere nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, haben antisemitische Vorfälle stark zugenommen. Dabei findet Antisemitismus auch vermehrt einen Platz in Schulen, was dazu führt, dass jüdische Schülerinnen und Schüler zunehmend mit Diskriminierung und Anfeindungen konfrontiert werden.
Der eintägige Workshop „Schalom Deutschland – Jüdisches Leben heute“ addressiert dieses Problem, indem er Schülerinnen und Schüler für jüdisches Leben in Deutschland sensibilisiert und die Vielfalt jüdischer Kultur der Gegenwart sichtbar macht.
Das dreiteilige Workshopformat verbindet einen interaktiven Einstieg mit der Auseinandersetzung mit jüdischem Leben und der Vermittlung von Wissen über aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus.
- Im ersten Modul werden die Teilnehmenden durch interaktive Methoden für die Relevanz jüdischen Lebens und die Auseinandersetzung mit Antisemitismus sensibilisiert.
- Im zweiten Modul lernen die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen unterschiedliche Aspekte jüdischer Geschichte, Kultur, Religion und des Alltagslebens kennen.
- Im dritten Modul setzen sich die Teilnehmenden anhand aktueller Fallbeispiele mit Erscheingsformen des Antisemitismus auseinander und lernen unter anderem, Stereotypisierungen zu erkennen und deren Auswirkungen zu reflektieren.
Zielgruppe: Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab der 8. Klasse. Für die Umsetzung ist ein Projekttag mit sechs Schulstunden vorgesehen.
Leider sind bereits alle Workshoptermin vergeben.
Anmeldung
Informationen zur Anmeldung können Sie der jeweiligen Projektbeschreibung entnehmen.
Workshophistorie
2025 – 2026: Tacheles. Antisemitismus verstehen, Jüdisches Leben erleben
Im Schuljahr 2025/2026 bot die Deutsche Gesellschaft e.V. zweitägige kostenfreie Workshops für Schulklassen an, die sich in einem ganzheitlichen Konzept mit Antisemitismus sowie dem heutigen jüdischen Leben auseinandersetzten. Ziel war es, Schülerinnen und Schüler nicht nur über die Gefahren von Antisemitismus aufzuklären, sondern ihnen auch die Vielfalt und Lebendigkeit jüdischen Lebens in Deutschland näherzubringen.
Der Workshop wurde in aufeinander aufbauende Module gegliedert. Am ersten Tag beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Entstehung, den Formen und Auswirkungen von Antisemitismus (Modul 1–3). Am zweiten Tag stand jüdisches Leben im Mittelpunkt: In einem Stationenlernen erhielten die Jugendlichen Einblicke in Kultur, Religion und Alltag jüdischer Menschen heute. Zum Abschluss lernten sie durch Videoporträts die Lebensrealitäten jüdischer Jugendlichen in Deutschland kennen (Modul 4–5).
Ziel der Workshops war es, Wissen zu vermitteln, Handlungskompetenz im Umgang mit Antisemitismus zu stärken und Empathie für jüdische Lebenswirklichkeiten zu fördern.
2025: Antisemitismus Erkennen
Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 gibt es einen besorgniserregenden Anstieg von Antisemitismus in Deutschland. Durch die sozialen Medien werden der Konflikt und antisemitische Einstellungen auch verstärkt Teil der jugendlichen Alltagswelt.
Der Workshop „Antisemitismus erkennen“ ermöglichte Schülerinnen und Schülern, sich mit den verschiedenen Formen des Antisemitismus auseinanderzusetzen und deren Auswirkungen zu verstehen. Sie lernenten, Stereotypen gegenüber Jüdinnen und Juden zu erkennen und Empathie für Betroffene zu entwickeln.
Der Workshop war in zwei Module aufgeteilt. Zur Vorbereitung auf die Auseinandersetzung mit Antisemitismus setzen sich die Teilnehmenden im ersten Modul mit der demokratischen Grundordnung und den Menschenrechten auseinander. Hierdurch sollte sichergestellt werden, dass ein Eintreten für die Universalität der Menschenrechte für alle handlungsleitend ist. Außerdem wurde den Schülerinnen und Schülern im ersten Modul die Entstehung und Funktionsweisen von Vorurteilen vermittelt.
Im zweiten Modul erarbeiteten sich die Jugendlichen in Gruppenarbeit die Ursachen, gegenwärtigen Erscheinungsformen und Auswirkungen von Antisemitismus und erhielten die Möglichkeit, eine betroffenensensible Haltung zu entwickeln. Zudem diskutieren sie Handlungsmöglichkeiten, um Antisemitismus entgegenzuwirken.
Zielgruppe: Das Angebot richtete sich an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab der 7. Klasse.
2025: Wissen und Verstehen – Antisemitismus und jüdisches Leben in Brandenburg
Mit dem Projekt „Wissen und Verstehen“ hat die Deutsche Gesellschaft e. V. ein Bildungsangbot angeboten, das die Möglichkeit eröffnete, sich sowohl mit Antisemitismus und seinen Folgen auseinanderzusetzen als auch das jüdische Leben in Brandenburg kennenzulernen und dessen Vielfalt zu entdecken. Ziel des Projekts war es, Vorurteile abzubauen, Verständnis zu fördern und jüdisches Leben und Kultur sichtbar zu machen.
An einem sechsstündigen Projekttag setzten sich die Jugendlichen mit Antisemitismus als Form der gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auseinander und reflektieren ihre eigenen Vorurteile. In einer Gruppenarbeit untersuchten sie die verschiedenen Erscheinungsformen des Antisemitismus und erfuhren, welche Auswirkungen der 7. Oktober 2023 auf das Leben und die Sicherheit jüdischer Menschen in Deutschland hatte.
Im Rahmen der Auseinandersetzung mit jüdischem Leben in Brandenburg hatten die Jugendlichen nach einer gezielten Vorbereitung die Gelegenheit, sich direkt mit einer Vertreterin oder einem Vertreter der jüdischen Gemeinschaft auszutauschen. Dieser Dialog eröffnete ihnen wertvolle Einblicke in die Vielfalt jüdischen Lebens, den Alltag junger Jüdinnen und Juden sowie deren Perspektiven auf die Bedrohungen durch Antisemitismus.
2023: Jugendworkshops gegen Antisemitismus
Jugendliche erfahren in ihren Klassenräumen immer häufiger Antisemitismus. Zugleich erleben fast zwei Drittel von ihnen antisemitische „Witze“, Beleidigungen oder Drohungen gegenüber Personen jüdischen Glaubens in den sozialen Netzwerken.
Unser kostenfreies Bildungsangebot richtete sich jahrgangsübergreifend an engagierte Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I (z. B. Klassensprecherinnen bzw. ‑sprecher), die ihr Bewusstsein für das Gefahrenpotential antisemitischer Haltungen schärfen und sich gegen Antisemitismus in ihrem eignen Umfeld stark machen möchten.
Zur Auswahl standen dabei zwei Workshops.
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- Workshop „Antisemitismus erkennen“
Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Ursachen, Erscheinungsformen und Funktionsweisen von Antisemitismus kennen und setzen sich mit den Folgen für die Betroffenen auseinander. - Workshop „Antisemitismus begegnen“
Die Schülerinnen und Schüler lernen, antisemitischen Äußerungen zu widersprechen und erarbeiten gemeinsam Ideen für Interventions- und Präventionsmöglichkeiten an ihrer Schule.
- Workshop „Antisemitismus erkennen“
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2019–2021: ENTSCHIEDEN DAGEGEGN! Kein Platz für Antisemitismus!
Der Workshop für Schüler:innen ab der 8. Klasse setzte als Arbeit vor Ort an, um mit jungen Menschen in einen Dialog zu treten, in dem nicht nur das eigene Umfeld betrachtet wird, sondern auch im Gespräch mit jüdischen Jugendlichen der Blick auf die gemeinsame Lebenswelt geschärft wird. Ziel ist gewesen, das Judentum und dessen Angehörige als integralen Bestandteil der Gesellschaft zu begreifen, ein Bewusstsein für das Gefahrenpotential antisemitischer Haltungen zu entwickeln sowie die Bereitschaft zu wecken, sich in einem für Jugendliche angemessenen Rahmen gegen Antisemitismus stark zu machen.
Zeigt sich in der Offenheit vieler junger Menschen, gegen Antisemitismus Stellung zu beziehen, zwar ein positives Zeichen, so hat doch über 75 Jahre nach der Schoah die Bezeichnung „Jude“ als gängige Diffamierung auf Deutschlands Schulhöfen Einzug gehalten. Selbst wenn damit oftmals auch keine ernsthaft bösartige Absicht verfolgt wird, so zeugt dies doch zumindest von mangelndem Wissen über Geschichte und fehlendem gegenseitigen Respekt. In den schlimmsten Fällen handelt es sich jedoch um eine gezielte Provokation, die als Diskriminierung, Beschimpfung und Stigmatisierung eingesetzt wird.
Der Jugenddialog erfolgte mit Unterstützung jüdischer Jugendlicher aus der jeweiligen Region, die im Rahmen des Dialogprojektes „Meet a Jew“ des Zentralrates der Juden in Deutschland als Dialogpartner*innen tätig sind. Auf diesem Weg kamen die Schüler:innen mit gleichaltrigen Jugendlichen ins Gespräch. Grundsatz der Begegnung war, dass alle Fragen gestellt werden durften – zu Religion, Sport, Musik, Hobbys, Schule usw. Richtig oder falsch gab es nicht.
Vergangene Termine
13.12.2021 Peter-Ustinov-Schule Hannover
09.12.2021 Realschule Oberaden
08.12.2021 Realschule Oberaden
07.12.2021 Realschule Oberaden
18.11.2021 Peter-Ustinov-Schule Hannover
11.11.2021 Theodor-Heuss-Realschule Coesfeld
05.10.2021 Heinrich-Böll-Gesamtschule Köln
30.09.2021 Hugo-Junkers-Gymnasium Mönchengladbach
29.09.2021 Hugo-Junkers-Gymnasium Mönchengladbach
22.09.2021 Liebfrauenschule Coesfeld
21.09.2021 Liebfrauenschule Coesfeld
09.09.2021 Henriette-Goldschmidt-Schule Leipzig
08.09.2021 Henriette-Goldschmidt-Schule Leipzig
10.06.2021 Evangelische Schule Neuruppin
09.06.2021 Evangelische Schule Neuruppin
03.12.2020 Jacob-Ellrod-Schule Gefrees
02.12.2020 Jacob-Ellrod-Schule Gefrees
01.12.2020 Jacob-Ellrod-Schule Gefrees
27.11.2020 Berufskolleg Bergisch Gladbach
26.11.2020 Sophie-Scholl-Gesamtschule Remscheid
25.11.2020 Berufskolleg Bergisch Gladbach
24.11.2020 Deutzer Gymnasium Schaurtestraße Köln
06.11.2020 Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Nidderau
01.10.2020 F.-F.-Runge-Gymnasium Oranienburg
03.09.2020 Henriette-Goldschmidt-Schule Leipzig
26.08.2020 Grone Akademie Berlin
03.03.2020 Hugo-Junkers-Gymnasium Mönchengladbach
30.01.2020 Staatliche Ballettschule Berlin und Schule für Artistik
28.01.2020 Gesamtschule Hennef
18.12.2019 Janusz-Korczak-Schule Berlin
17.12.2019 Friedensschule Münster
12.06.2019 Goetheoberschule Trebbin
29.05.2019 Werner-von-Siemens-Realschule Düsseldorf
13.05.2019 Hans-Litten-Schule Berlin
11.04.2019 Schuldorf Bergstraße Seeheim-Jugenheim
10.04.2019 Schuldorf Bergstraße Seeheim-Jugenheim
28.01.2019 Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule Berlin

